Wowo (10. — 16.09.17) und eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag (17.09.17)

Sonn­tag, 10. Sep­tem­ber 2017, 17.55 Uhr

Das Essen war ein­ge­kauft und ver­sorgt; der Saal war umge­stellt und fer­tig ein­ge­rich­tet; die Zim­mer­ord­nung war fest­ge­legt und die ers­ten Teens tru­del­ten ein. Die Wohn­wo­che (kurz Wowo) konn­te also star­ten:

Gemein­sam mit elf Teen­agern woll­ten wir (Eli­as Bür­gin, Lorin Eugs­ter und Dama­ris Buff) eine Woche haben, in der wir Gott in unse­rem All­tag erle­ben konn­ten.

Um 18.00 Uhr begann wir mit kochen, wäh­rend die Teen­ager ihren Schlaf­platz ein­rich­te­ten. Danach star­te­ten wir mit einem gemein­sa­men Essen. Anschlies­send set­zen wir uns in der Sofa-Lounge zusam­men und Eli­as Bür­gin hielt sei­nen ers­ten Input. Er teil­te sei­ne Gedan­ken mit uns, in denen es dar­um ging, dass wir Gott erst erle­ben wer­den, wenn wir dies möch­ten und ihm den nöti­gen Raum dazu bie­ten.

Nach­her woll­ten wir den Teens den ein­ge­rich­te­ten Gebets­raum zei­gen. Wir öff­ne­ten die Türen und die Teens staun­ten zuerst nur. Am Ein­gang waren vie­le unter­schied­li­che Bibeln auf­ge­stellt, in der Mit­te stan­den Sofas, es gab eine lan­ge Mau­er aus Back­stei­nen. Alle Pflan­zen stan­den in einer Ecke. Wir erklär­ten kurz die ein­zel­nen Pos­ten und da es so viel zu ent­deck­ten gab, ende­ten wir den Abend offen, sodass sie selbst­stän­dig ent­schei­den konn­ten, wie sie den Abend ver­brin­gen möch­ten. Ob sie nun den Raum genau­er betrach­ten möch­ten, Haus­auf­ga­ben erle­di­gen oder die Zeit gemein­sam genies­sen woll­ten, es war ihnen über­las­sen.

Am Mon­tag Mor­gen star­te­te der Berufs- und Schul­all­tag der Tenns, und auch der Lei­ter. So stan­den die ers­ten um 6.00 Uhr auf, scho­ben Bröt­chen in den Ofen und star­te­ten die Kaf­fee­ma­schi­ne. Bis um 7.30 Uhr waren bereits alle auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schu­le.

Zum Abend­essen waren alle wie­der in der Chrisch­o­na und wir genos­sen die gemein­sa­me Zeit beim Essen. Anschlies­send hielt Eli­as sei­nen zwei­ten Input. Die­ses Mal berich­te­te er uns über den Wert der Stil­le. Dies pro­bier­ten wir gera­de auch aus und ver­teil­ten uns für eine hal­be Stun­de im Raum und schwie­gen. Für die Teen­ager war dies eine spe­zi­el­le Erfah­rung, die sie zuvor noch nie aus­pro­biert hat­ten.

Die wei­te­ren Tage ver­lie­fen im ähn­li­chen Stil. Diens­tag konn­ten die Teens frei­wil­lig den Film «War Room» schau­en, in dem es um das The­ma Gebet geht. Am Mitt­woch ver­glich Eli­as Bür­gin den Glau­ben mit Kraft­trai­ning. Man muss ste­tig wei­ter üben, ansons­ten ver­liert man die auf­ge­bau­ten Mus­keln. Er ver­teil­te und aus­ser­dem ein lee­res Heft, in das wir unse­re Gebe­te auf­schrei­ben konn­ten. Danach schrie­ben alle ihren ers­ten Ein­trag in ihr Gebets­ta­ge­buch. Am Don­ners­tag fei­er­ten wir den Geburts­tag von Simon Muri­set.

Am Frei­tag stand schon wie­der unser Abschluss­abend auf dem Pro­gramm. Hier blick­ten wir gemein­sam auf eine span­nen­de und inten­si­ve Woche zurück.

 

Eid­ge­nös­si­scher Dank-, Buss- und Bet­tag ; 17.09.17

Um den ein­ge­rich­te­ten Gebets­saal noch wei­ter benut­zen zu kön­nen, plan­ten wir ihn in den eid­ge­nös­si­schen Dank-, Buss-, und Bet­tag ein, wel­che zwei Tage spä­ter, also am 17.09.17, statt­fand.

Im Vor­feld über­leg­ten wir, wie wir den Gebets­raum in den Got­tes­dienst ein­bau­en könn­ten und wie wir die Gemein­de­be­su­cher aktiv wer­den las­sen konn­ten. So form­te sich der eid­ge­nös­si­sche Dank-, Buss- und Bet­tag, wel­che wie folgt ver­lief:

Wir star­te­ten am Sonn­tag im Mehr­zweck­raum, wel­cher im Vor­feld bestuhlt wur­de. Zu Beginn waren die Got­tes­dienst­be­su­cher ein wenig ver­wirrt, wes­halb der Got­tes­dienst nicht wie gewohnt im Got­tes­dienst­saal statt­fand.

Doch Lorin Eugs­ter erklär­te in sei­ner Mode­ra­ti­on die­se Ände­rung und Eli­as Bür­gin fuhr mit einen kur­zen Input fort. Danach erklär­te Dama­ris Buff den Ablauf des Got­tes­diens­tes. Das Gebet stand an die­sem Mor­gen im Mit­tel­punkt. Des­halb schick­ten wir die Leu­te auf eige­ne Faust los, sie sol­len den Gebets­raum nut­zen und auf ihre Art Gott anbe­ten. Ob jemand dank­te, für sei­ne Umge­bung bete­te oder ein­fach in der Bibel las, spiel­te kei­ne Rol­le. Jeder konn­te sich frei bewe­gen. Gleich­zei­tig spiel­te die Band im Mehr­zweck­raum eini­ge Lie­der, um Gott auch im Wor­ship anbe­ten zu kön­nen.

Wir wuss­ten im Vor­feld nicht, ob die­ser Got­tes­dienst will­kom­men war oder nicht. Wir wag­ten aber die­sen Schritt auf das Was­ser und pro­bier­ten einen kom­plett ande­ren Got­tes­dienst aus. Rück­bli­ckend hat sich die­ser unge­wis­se Schritt aufs Was­ser sehr gelohnt.

Wir erhiel­ten vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen.

«Den Let­te­ring-Pos­ten ein­mal sel­ber zu erle­ben, war mein High­light. Ich fand einen total neu­en Zugang zum Bibel­vers, indem ich ihn ver­such­te dar­zu­stel­len.» Eli­as Vogel

Wir waren über­rascht, wie sich die Gemein­de auf die­sen ande­ren Got­tes­dienst ein­ge­las­sen hat und mit­ge­macht hat.

An die­ser Stel­le möch­ten wir uns ganz herz­lich bei jedem ein­zel­nen bedan­ken, für das Mit­ma­chen und Sich ein­las­sen auf jenen Got­tes­dienst.

Mar­co Mül­ler hat am Schluss gesagt: «Das könn­te man wie­der­ho­len.» Dies spricht ganz in unse­rem Sin­ne.

Der Gebets­raum wur­de so geschätzt, dass wir beschlos­sen haben, die­sen noch eine Woche län­ger ste­hen zu las­sen. Auch die Gebets­stun­de fand teil­wei­se im Gebets­raum statt. Zu Beginn set­zen sie sich vor das Kreuz, das mit dem Schein­wer­fer beleuch­tet war, das Gold und das Pur­pur leuch­te­ten rich­tig. «Es war ein Anblick, der nicht beschreib­bar ist. Ich war tief bewegt.» Eli­as Vogel

Hier nun eini­ge Ein­drü­cke der Wowo, des Gebets­raum und des eid­ge­nös­si­schen Dank- Buss- und Bet­tag: